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Rund um den Reifen

Autoreifen

 

rundumdenreifen

Der Autoreifen bildet mit der Autofelge das Rad des Autos. Als Bindeglied zwischen Fahrzeug und Fahrbahn beeinflussen Reifen maßgeblich das Fahrverhalten eines Fahrzeugs.

Reifen und ihre Eignung sind wesentlich von der Beschaffenheit des Untergrundes abhĂ€ngig. Theoretisch gĂ€be es fĂŒr jede Situation einen anderen optimalen Reifen. Um unter den Randbedingungen Produktionskosten und Lebensdauer ein möglichst breites Spektrum abzudecken, werden die folgenden Reifenarten gebaut.

 

reifen

 

Sommerreifen sind fĂŒr StraßenverhĂ€ltnisse ohne Schnee ausgelegt. Sie verfĂŒgen ĂŒber eine Gummimischung, die auch bei hohen Temperaturen nicht zu weich wird, eine hohe mögliche Geschwindigkeit und relativ geringe Abnutzung verspricht. Hier gilt es, einen möglichst guten Kompromiss zwischen den widersprĂŒchlichen Anforderungen an Fahrkomfort – also einem möglichst geringen Rollwiderstand – und guter Haftung bei NĂ€sse (Grip) zu finden.

Winterreifen sind fĂŒr niedrige Temperaturen und winterliche StraßenverhĂ€ltnisse ausgelegt. Sie verfĂŒgen ĂŒber eine Gummimischung, die auch bei niedrigen Temperaturen ausreichend elastisch ist, um die notwendige Verzahnung und KraftĂŒbertragung mit dem Untergrund zu erreichen. Winterreifen sind mit dem M+S-Symbol (englisch: Mud and Snow, deutsch: Matsch und Schnee) gekennzeichnet. Im Unterschied zu Sommerreifen sind sie nicht nur mit einem einfachen Profil, sondern zusĂ€tzlich mit Lamellen ausgestattet, die eine Verzahnung mit losem Untergrund, beispielsweise Schnee, ermöglichen. Bei der Profilentwicklung wird auf möglichst zahlreiche Greifkanten geachtet: Rillen und Einschnitte in den Profilblöcken. Hinzu kommen die bereits erwĂ€hnten Lamellen, kleine Einschnitte, die sich beim Abrollen des Reifens öffnen und so im Schnee zusĂ€tzliche KraftĂŒbertragung ermöglichen. Bei niedrigen Temperaturen aber trockenem Wetter sollen Reifen mit 0,2 bis 0,3 bar mehr Reifendruck als vom Fahrzeughersteller angegeben gefahren werden, da die – vom Reifenhersteller einkalkulierte – Druckerhöhung im Reifen geringer ist als bei sommerlichen Temperaturen. Herrscht allerdings Schneematsch und GlĂ€tte, sind die unten erwĂ€hnten Eigenschaften eines niedrigen Reifendrucks erwĂŒnscht. Daher besitzen GelĂ€ndewagen automatische Systeme um auf rutschigem Untergrund den Reifendruck zu verringern, und durch den höheren Rollwiderstand einer grĂ¶ĂŸere AuflageflĂ€che einen Vortrieb zu gewĂ€hrleisten. Auch sollte man Druck aus dem Reifen ablassen, wenn das Fahrzeug in weichem Sand oder dergleichen festgefahren ist. Winterreifen sind in der Regel mit einer vorgegebenen Laufrichtung versehen (Pfeil mit Aufschrift "Rotation"), welche bei der Montage unbedingt zu beachten ist, damit durch die Drehung nicht Wasser oder Matsch vor dem Reifen aufgetĂŒrmt, sondern durch die RillenfĂŒhrung von der LaufflĂ€che weg transportiert wird.Anders als bei Sommerreifen ist es bei Winterreifen auch erlaubt, abweichend von den einzuhaltenden Angaben des Fahrzeugscheins, Reifen mit niedrigerem Geschwindigkeitsindex einzusetzen. Dabei ist wieder die M+S-Kennzeichnung ausschlaggebend, die ĂŒbrigens auch Ganzjahresreifen aufweisen können.

Inzwischen werden Winterreifen auch mit dem Geschwindigkeitsindex V (bis 240 km/h), vereinzelt auch W (bis 270 km/h), in fast allen Reifendimensionen angeboten. Es sind damit kaum mehr EinschrÀnkungen mit der Montage von Winterreifen verbunden. Auf schneefreiem und trockenem Asphalt, vor allem bei höheren Temperaturen, ist allerdings mit stÀrkerem Abrieb von Winterreifen zu rechnen, daher die Empfehlung zu etwas höherem Reifendruck. Winterreifen zeigen bei hochsommerlichen Temperaturen im Vergleich zu Sommerreifen auf trockener Fahrbahn deutlich schlechtere Fahreigenschaften.

 

Wir empfehlen, Reifen, die Ă€lter als sechs Jahre sind, zu ersetzen, da im Laufe der Zeit die Gummimischung verhĂ€rtet und die Hafteigenschaften der Reifen dann deutlich nachlassen, selbst wenn die Profiltiefe noch ausreichend ist.Mit abnehmender Profiltiefe verschlechtern sich die Hafteigenschaften auf Schnee deutlich. In Österreich muss deshalb ein Winterreifen neben einer M+S-Kennzeichnung auch noch mindestens 4 mm Profiltiefe aufweisen. Bei einer Profiltiefe unter 4 mm gilt der Reifen als Sommerreifen.

Spikes-Reifen

Eine besonders auf Eis wirksame Technik ist die Verwendung von Spikes. Das sind Stahl- oder Hartmetallstifte, die in dafĂŒr ausgelegten Reifen angebracht werden können. Da Spikes die Fahrbahn erheblich abnutzen, sind sie in vielen Teilen Europas nur eingeschrĂ€nkt oder gar nicht zulĂ€ssig. In Deutschland sind Spikes mit Ausnahme des kleinen deutschen Ecks, einem Gebiet rund um Bad Reichenhall, sowie Ausnahmen fĂŒr Einsatzfahrzeuge nicht mehr erlaubt.

 

spikes

 

In Österreich dĂŒrfen Spikes mit eingeschrĂ€nkter Geschwindigkeit (Ortsgebiet: 50 km/h, Freilandgebiet: 80 km/h, Autobahnen: 100 km/h) und nicht in den Monaten Juni bis September verwendet werden. Weiterhin muss das Fahrzeug auf der RĂŒckseite mit einem speziellen Aufkleber gekennzeichnet sein. In der Schweiz sind die Vorschriften Ă€hnlich wie in Österreich. Die Verwendung auf Autobahnen ist jedoch nicht erlaubt.

Ganzjahresreifen

Ganzjahresreifen (auch: Allwetterreifen) sind Reifen, die sowohl im Sommer als auch im Winter eingesetzt werden können. Sie sind ein Kompromiss zwischen Sommerreifen und Winterreifen. Sie werden vor allem in LĂ€ndern gefahren, in denen geringe Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten bestehen (zum Beispiel Großbritannien oder einige Regionen in Deutschland), wĂ€hrend sie zum Beispiel in den AlpenlĂ€ndern kaum verbreitet sind.

Der Aufwand fĂŒr den zweimaligen jĂ€hrlichen Reifenwechsel entfĂ€llt. Der zweite Satz Reifen ist 'gebundenes Kapital'. Ganzjahresreifen werden oft von Menschen verwendet, die relativ wenig fahren und die es nicht schaffen wĂŒrden, innerhalb von etwa sechs Jahren ihre Sommer- und ihre Winterreifen zu verschleißen.

Die Eigenschaften von Ganzjahresreifen sind ein Kompromiss: auf Schnee kommen sie nicht an die Eigenschaften von guten Winterreifen heran; im Sommer haben sie - wegen ihrer systembedingt weicheren Gummimischung - einen höheren Abrieb bzw. Verschleiß und etwas erhöhten Kraftstoffverbrauch. Einige Ganzjahresreifen-Typen am Markt tragen das Schneeflockensymbol fĂŒr hinreichende Wintertraktion.

Vor allem im LKW-Fernverkehr werden vorwiegend Ganzjahresreifen verwendet. Das fĂŒhrt oft - speziell in schneereichen Regionen - zu gefĂ€hrlichen Situationen. Deshalb wurde in Österreich im Winter 2006/07 eine generelle Winterreifenpflicht auf der Antriebsachse fĂŒr LKW ĂŒber 3,5 t und fĂŒr Omnibusse eingefĂŒhrt.

In Deutschland besteht seit dem 4. Dezember 2010 eine situative Winterreifenpflicht; sie löste eine seit 2006 bestehende, oft als schwammig kritisierte Regelung ab.

 

 

ReifengrĂ¶ĂŸe, Metrische Reifenbezeichnung/-markierung

 

reifeninfo

 

 

Reifenkennzeichnung

Ein Autoreifen wird durch folgende Angaben bestimmt

 

reifenbeschriftung

 

Alle Daten sind auf dem Autoreifen seitlich ersichtlich. Die Art und Weise der Beschriftung wird durch die ECE 30 geregelt. Dabei bilden Breite, VerhĂ€ltnis und Felgendurchmesser die ReifengrĂ¶ĂŸenbezeichnung. TragfĂ€higkeitsindex und Geschwindigkeitskategorie bilden die Betriebskennung.

So bedeutet die Aufschrift 185/65 R15 85H folgendes:

185 bedeutet

Die Gesamtbreite des Reifens unbelastet an der breitesten Stelle (nicht der LaufflÀche!) betrÀgt 185 mm

65 gibt

das prozentuale VerhÀltnis von Flankenhöhe zu Reifenbreite an; in unserem Beispiel betrÀgt die Flankenhöhe 120 mm. Fehlt diese Zahl, also bei einer Reifenbezeichnung von 155 R 15, so ist dieses VerhÀltnis 82 % (was nur im 80er Bereich vorkommt).

R kennzeichnet

die radiale Bauweise der Reifenkarkasse.

- kennzeichnet

die diagonale Bauweise der Reifenkarkasse.

15 gibt

den notwendigen Felgendurchmesser fĂŒr diesen Reifen in Zoll an.

85 ist; der TragfÀhigkeitsindex, in diesem Beispiel 515 kg.

H ist

der Geschwindigkeitsindex und gibt die maximal erlaubte Geschwindigkeit an, in diesem Beispiel 210 km/h.

Geschwindigkeitsindex

→ Hauptartikel: Geschwindigkeitsindex

Der Geschwindigkeitsindex oder auch Speed Index kodiert in Buchstaben die maximal zulÀssige Geschwindigkeit.

Witterungskennzeichnung

Des Weiteren findet man am Ende des Schriftzuges bei Reifen fĂŒr den Winter- oder Schlechtwegeeinsatz die AbkĂŒrzung M+S (fĂŒr Matsch & Schnee, aus dem Englischen „mud and snow“); bei Spikereifen ist noch ein E hinter dem S zu finden.

UTQG (Uniform Tire Quality Grade)

Das Klassifizierungsmerkmal UTQG gibt das Leistungsniveau eines Reifens entsprechend drei verschiedener Kriterien an. Man unterscheidet in:

Treadwear

Die Treadwear-Angabe gibt Aufschluss ĂŒber das Verschleißverhalten des Reifens gegenĂŒber einem „Normreifen“. Der Normreifen besitzt einen Treadwear-Wert von 100. Wird ein Autoreifen mit dem Wert „Treadwear 300“ versehen, so nutzt sich der Reifen dreimal langsamer ab als der Normreifen. Es ist also eine dreifache Laufleistung zu erwarten. Ein moderner Alltagsreifen besitzt im PKW-Bereich einen Treadwear-Wert von etwa 250 bis 350.

Traction

Der Traction-Wert gibt Auskunft ĂŒber die Haftungseigenschaften auf nassem Untergrund. Der Wert „AA“ gilt vor „A“ und „B“ als haftungsstĂ€rkster, wobei „C“ der schlechteste zulĂ€ssige Wert ist.

Temperature

Die Temperaturkennung gibt an, wie effizient der Reifen die durch Rollreibung und Walkarbeit entstehende Hitze abfĂŒhren kann. Ein Reifen mit der besten Kennung „A“ ist also deutlich temperatursouverĂ€ner als ein Reifen der niedrigsten Klasse „C“.

 

informationreifen

 

Reifendruck und Kraftstoffverbrauch

 

Die Fahrzeughersteller schreiben fĂŒr jeden Fahrzeugtyp den Reifendruck vor, genauer gesagt den Mindest-Reifendruck. Er beeinflusst das gesamte Fahrverhalten und damit die Fahrsicherheit sowie den Kraftstoffverbrauch und die Reifenlebensdauer. Er ist meist unterschiedlich je nach Belastung fĂŒr das leere oder voll beladene Fahrzeug angegeben. Diese Informationen sind im Handbuch oder meist auf einem Aufkleber in der TĂŒr, im Handschuhfach- oder im Tankdeckel ersichtlich. Bei der DruckĂŒberprĂŒfung – nur bei kalten Reifen – soll man auch den Druck des Reserverades nicht vergessen.

Eine Unterschreitung des vorgeschriebenen Reifendrucks fĂŒhrt zu erhöhtem Rollwiderstand, schwammigem Fahrverhalten, erhöhter Bodenhaftung bei niedrigen Geschwindigkeiten und insbesondere zu starker ErwĂ€rmung des Reifens bei hohen Geschwindigkeiten durch die stĂ€rkere Walkarbeit. Fast alle ReifenschĂ€den bei Autobahnfahrten sind auf Überhitzung der Reifen durch zu geringen Reifendruck (genau gesagt: deutliche Unterschreitung des vorgeschriebenen Mindest-Reifendrucks) zurĂŒckzufĂŒhren.

Durch Erhöhung des Reifendruckes von zum Beispiel 0,2 bar ĂŒber den angegebenen Mindestwert des Herstellers erreicht man einen etwas niedrigeren Rollwiderstand, der sich in geringfĂŒgig niedrigerem Kraftstoffverbrauch zeigt. Faustregel: 0,2 bar mehr bringen 2 % weniger Verbrauch. DarĂŒber hinaus kann durch die Erhöhung des Reifendrucks in gewissem Rahmen die Lenkgenauigkeit, die FahrstabilitĂ€t und damit die Straßenlage insgesamt verbessert werden, denn sie macht den Reifen in sich steifer, wodurch der Seitenkraftaufbau schneller erfolgt. Das ist jedoch nur durchzufĂŒhren, wenn in der Betriebsanweisung des Fahrzeuges explizit diese Abweichung vom sogenannten „Komfortreifendruck“ beschrieben und ermöglicht wird.

Nachteile dieser Erhöhung können hingegen ein Verlust an Fahrkomfort durch höhere Federsteifigkeit des Reifens und ein Verlust an Bodenhaftung bei geringen Geschwindigkeiten wegen der geringeren AuflageflĂ€che sein. BefĂŒrchtungen, das Profil könnte sich in der Mitte der LaufflĂ€che schneller abnutzen als an den Reifenkanten, lassen sich in der Praxis nicht bestĂ€tigen, solange der Maximaldruck von ĂŒblicherweise 3,0 bar nicht ĂŒberschritten wird. Bei extrem zu niedrigem Reifendruck werden jedoch die LaufflĂ€chen seitlich stĂ€rker abgenutzt. Die FlĂ€che verringert sich, da der Reifen weniger walken kann und bei sehr stark ĂŒberhöhtem FĂŒlldruck sich die LaufflĂ€che nach außen wölbt.[12]

Bei allen Weltrekordfahrten fĂŒr den niedrigsten Treibstoffverbrauch oder die lĂ€ngsten erreichten Wegstrecken mit einer TankfĂŒllung wird seit Jahrzehnten immer mit einem um ca. 0,5 bis 1,5 bar erhöhten Reifendruck auf Kosten der Sicherheit gefahren.

Bei gleicher Dimension weichen die WiderstĂ€nde der Fabrikate um bis zu 20 % voneinander ab (im Extremfall sogar bis 30 %) Autohersteller empfehlen meist, bei Geschwindigkeiten ĂŒber 130–160 km/h den Reifendruck um 0,2-0,6 bar zu erhöhen.

 

 

Lebensdauer

 

gummi

 

DOT-Nummer, die Kalenderwoche und Jahr der Herstellung angibt, hier 10. KW 2001

Die Lebensdauer eines Reifens ist begrenzt. Auch beim Stillstand zeigt der Reifen Alterserscheinungen und Versprödung des Gummis. Bereits seit den 1980er Jahren ist auf der Seitenwand die sogenannte Dot-Nummer einvulkanisiert. Die drei- oder vierstellige Zahl zeigt die Produktionswoche und das -Jahr an. Eine dreistellige Nummer ohne nachgestelltes Dreiecksymbol weist hier auf einen Reifen der 1980er Jahre hin. So steht „257“ fĂŒr die 25. Produktionswoche (Kalenderwoche) des Jahres 1987. Das Dreiecksymbol kennzeichnet in entsprechender Weise Reifen der 1990er Jahre. Bei Reifen ab dem Jahr 2000 ist die Bezeichnung immer vierstellig, beispielsweise steht „2203“ fĂŒr die 22. Produktionswoche (Kalenderwoche) des Jahres 2003.

Um die verbleibende Profiltiefe leichter sichtbar zu machen, sind sogenannte Indikatoren (TWI-Markierungen) vorhanden, kleine Höcker in mehreren Profilrillen, die eine Restprofiltiefe von 1,6 mm anzeigen. Oft werden diese durch die Buchstaben TWI am Reifenrand markiert, um das Auffinden zu erleichtern. Zur Bestimmung der Profiltiefe gibt es verschiedene Messverfahren, die teilweise sogar im laufenden Verkehr anwendbar sind.

Eine besondere Form der Reifenabnutzung stellt die SÀgezahnbildung dar, die vor allem dann auftritt, wenn die Laufrichtung des Reifens wenig geÀndert wurde.

Österreich

Maßgeblich fĂŒr den Einsatz von Reifen sind das Kraftfahrgesetz (KFG) und die Kraftfahrgesetz-DurchfĂŒhrungsverordnung (KDV).[18] Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe betrĂ€gt in Österreich:

  • fĂŒr Kraftfahrzeuge (ausgenommen MotorfahrrĂ€der) mit einer Bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 25 km/h und bei AnhĂ€ngern, mit denen eine Geschwindigkeit von 25 km/h ĂŒberschritten werden darf: 1,6 mm (Winterreifen in Radialbauweise: 4 mm, in Diagonalbauweise: 5 mm).
  • fĂŒr Kraftfahrzeuge und AnhĂ€nger mit einem höchsten zulĂ€ssigen Gesamtgewicht von mehr als 3500 kg: 2 mm. (Winterreifen in Radialbauweise: 5 mm, in Diagonalbauweise: 6 mm).
  • fĂŒr MotorfahrrĂ€der: 1,0 mm

In Österreich herrscht im Winterhalbjahr Winterreifenpflicht, fĂŒr Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen falls winterliche VerhĂ€ltnisse herrschen, fĂŒr Schwerfahrzeuge prinzipiell.

Als Winterreifen gelten nur M+S-Reifen oder M+S&E-Reifen (Matsch- und Schnee- und Eis-Reifen ), die die Mindestprofiltiefe fĂŒr Winterreifen nicht unterschreiten. Nur sie erlauben den Betrieb bei Winterreifenpflicht oder auf Straßen, die nur mit WinterausrĂŒstung befahren werden dĂŒrfen. Sind Winterreifen nicht vorgeschrieben, gelten auch fĂŒr M+S-Reifen oder M+S&E-Reifen lediglich die auch fĂŒr normale Reifen gĂŒltigen Mindestprofiltiefen.

Es ist verboten, Kraftwagen mit nicht mehr als 3500 kg höchster zulĂ€ssiger Gesamtmasse (und AnhĂ€nger die damit gezogen werden dĂŒrfen) achsweise mit Mischbereifung, also Sommerreifen auf einer Achse und Winterreifen (M+S mit Winterreifen-Profiltiefe) auf der anderen, zu betreiben (Ausnahme: RĂ€der die keine KrĂ€fte auf die Fahrbahn ĂŒbertragen). Außerdem dĂŒrfen auf einer Achse nur Winterreifen oder nur M+S-Reifen ohne Winterreifen-Profiltiefe oder nur Sommerreifen zum Betrieb verwendet werden.

 

 

 

Reifen News

Reifen News

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Autoreifen

http://www.handelsblatt.com/auto/test-technik/sprit-sparen-mit-neuen-reifen/4742346.html

http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_565695

http://www.reifenfachhandel.eu/kia-neuer-fahrzeugsponsor-der-fulda-challenge/

http://www.reifenfachhandel.eu/michelin-praesentiert-auf-der-agritechnica-neue-ackerschlepper-reifen/

http://www.reifenfachhandel.eu/neuer-felgen-konfigurator-bei-oxigin-und-carmani/

http://www.reifenfachhandel.eu/winter-komplettraeder-von-lb-designwheels/

http://www.reifenfachhandel.eu/140-jahre-unternehmensgeschichte-von-continental-als-motor-fuer-moderne-mobilitaet/

http://www.reifenfachhandel.eu/runderneuerte-winterreifen-im-test/#more-7977

http://www.reifenfachhandel.eu/continental-plant-neues-reifenwerk-in-den-usa/

http://www.reifenfachhandel.eu/goodyear-fuhrt-neuen-trailerreifen-regional-rht-ii-fur-den-regionalverkehr-ein/

http://www.reifenfachhandel.eu/nuerburgring-rundenrekord-mit-elektroauto/

http://www.reifenfachhandel.eu/bridgestone-baut-wintersegment-mit-premium-reifen-aus/

http://www.reifenfachhandel.eu/ventus-s1-evo2-hankook-ultra-high-performance-reifen-made-in-europe/

http://www.reifenfachhandel.eu/dunlop-triumphiert-in-der-american-le-mans-serie/

http://www.reifenfachhandel.eu/pirelli-p-zero-in-zweifacher-ausfuhrung-fur-den-neuen-carrera-911/

http://www.reifenfachhandel.eu/im-gespraech-gesetzliche-mindestprofiltiefe-von-4-mm-fuer-winterreifen/

http://www.goodyear.eu/at_de/news/80195-bioisoprene_technology

http://www.auto-reporter.net/1385/2_1385_104_46138_1.php

http://www.auto-reporter.net/1967/2_1967_104_46109_1.php

 

Reifenplatzer

Reifenplatzer

 

reifenplatzer

 

Was ist ein Reifenplatzer?

Ein Reifenplatzer tritt dann ein, wenn der Reifen plötzlich seine ganze Luft verliert.

Die Reifen ĂŒbertragen in den etwa handflĂ€chengroßen RadaufstandsflĂ€chen KrĂ€fte, die erforderlich sind, um ein Kfz zu beschleunigen, auf konstanter Geschwindigkeit zu halten oder abzubremsen (RadumfangskrĂ€fte) bzw. um es bei Kurven- oder Geradeausfahrt in der Spur zu halten (SeitenfĂŒhrungskrĂ€fte). Desweiteren wirken in den RadaufstandsflĂ€chen verzögernde RollwiderstandskrĂ€fte.

Platzt ein Reifen, ist seine FĂ€higkeit zur Übertragung von UmfangskrĂ€ften (1) und SeitenfĂŒhrungskrĂ€ften (2) auf die Fahrbahn stark beeintrĂ€chtigt (der Kraftschluß des Reifens ist stark vermindert). Weiterhin erhöht sich die Rollwiderstandskraft (3) des Reifens.

 

platzer

 

Wie bemerkt man einen Reifenplatzer?

- Bei einem Platzer an einem der Hinterreifen wĂ€hrend einer Geradeausfahrt spĂŒrt man ein leichtes Einsacken des Autos. Infolge der einseitig erhöhten Rollwiderstandskraft könnte das Auto nach der Seite ausbrechen, auf welcher der Reifen geplatzt ist. In Kurven könnte es zum Ausbrechen des Hecks in Richtung Ă€ußerer Kurvenrand kommen.

- Bei einem Platzer an einem der Vorderreifen spĂŒrt man einen Schlag im Lenkrad, dann lenkt sich der Wagen deutlich schwerer und das Auto versucht nach der Seite auszubrechen, auf welcher der Reifen geplatzt ist. In Kurven schiebt der Wagen stur geradeaus.

Oft genug gibt es Anzeichen fĂŒr ReifenschĂ€den und drohende Reifenplatzer.

Mögliche Anzeichen sind laute und ungewohnte GerĂ€usche (bollernd = dumpf schlagend) die mit zunehmender Geschwindigkeit lauter werden. Man traut sich dann nur noch 60 km/h zu fahren und hört das GerĂ€usch trotzdem deutlich. Ein weiteres Anzeichen ist bei Defekten am Vorderreifen ein etwas stĂ€rkeres Wackeln am Lenkrad, was oft an eine bestimmte Geschwindigkeit gebunden ist. Der Fahrer spĂŒrt dieses Wackeln im Lenkrad bei einer niedrigen Geschwindigkeit stĂ€rker als bei einer hohen Geschwindigkeit.

Auch gibt es FÀlle, in denen bemerkt der Fahrer ein unruhiges Wackeln der Karosserie oder ein eieriges Fahrverhalten seines Autos. In diesem Fall ist von einem Defekt an einem der HinterrÀder auszugehen.

Bei all diesen hier aufgefĂŒhrten Defekten fand sich bei spĂ€terer Untersuchung eine Beule im Reifen. Manche dieser Beulen sind trotz ihrer grossen Wirkungen so klein, das man sie erst sieht, wenn der Wagen auf einer HebebĂŒhne steht. Der Fachmann prĂŒft dann mit geĂŒbtem Blick die Reifen unter anderem auf ihren Seitenschlag.

Wodurch kommt es zu einem Reifenplatzer?

- schlechte Strassen (Löcher und dazugehörenden Kanten)

- Bordsteinkanten, an denen der Reifen entlangscheuert oder ĂŒber die er hinweg rollt

SchĂŒrfwunden, kleine Einschnitte öffnen dem Wasser KanĂ€le zum Unterbau des Reifens. Dadurch beginnt der StahlgĂŒrtel zu rosten und im Zuge der Zeit zu brechen, ebenso wie die GewebefĂ€den. Erst Monate oder Jahre spĂ€ter sind die Folgen spĂŒrbar.

- Fahren mit geringem Luftdruck

Im Reifen der mit zu niedrigem Luftdruck betrieben wird, entsteht beim Abrollen (Walkarbeit) mehr WĂ€rme als zulĂ€ssig ist. Dadurch kommt es zur Überhitzung des Reifens, bei der sich das Reifenprofil ablösen oder Gewebeteile bzw. der StahlgĂŒrtel brechen kann.

 

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Was kann man zur Vermeidung von Reifenplatzern tun?

- RegelmĂ€ĂŸige Kontrolle des Luftdruckes, spĂ€testens alle 4 Wochen

- Bordsteinkanten möglichst im stumpfen besser rechten Winkel und vor allem langsam befahren

- Hochwertige QualitĂ€tsreifen kaufen! QualitĂ€t muß nicht immer teuer sein ! Bevor Sie Reifen kaufen,fragen Sie uns bitte nach aktuellen hochwertigen Reifenangeboten!Es zahlt sich sicher aus!

 

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Welche typischen Fehlverhaltensweisen der Autofahrer gibt es denn in solchen FĂ€llen?

- Erschrecken und nix tun

- Überreagieren und das falsche tun

Heftige Lenkbewegungen, abruptes Verlassen des Gaspedals oder heftige Bremsmanöver provozieren eine gefĂ€hrliche Situation. Das Auto schlingert und gerĂ€t außer Kontrolle.

 

Wie sollte der Fahrer reagieren?

- Ruhe bewahren

- Eventuelles Ausbrechen oder Schlingern des Kfz durch Kupplung treten und gefĂŒhlvolles Gegenlenken ausgleichen

- GefĂŒhlvoll bremsen, falls notwendig. Besser das Kfz einfach nur ausrollen lassen.

- Das Lenkrad gut fest halten und trotzdem gefĂŒhlvoll lenken.

- An den Fahrbahnrand fahren und das stehende Fahrzeug absichern (Warnblinklicht, Warndreieck).